Diesen Monat unternahm ich mit meiner Freundin Petra einen Kurztrip nach Jordanien. Preisewerte und zugleich gut getimte Flüge einer irischen Billigfluggesellschaft machten diesen 4-Tages-Trip möglich. Nach 3,5 Std. Flugzeit landeten wir auf dem Queen Alia International Airport, 35 km südlich von der jordanischen Hauptstadt Amman. Für mich war es nach meiner Mietwagen-Tour vor 7 Jahren, die zweite Reise in das Westasiatische Königreich. Nach der Einreise mit dem Jordan Pass (einer vergünstigten Kombination aus Eintrittskarte zu über 40 Sehenswürdigkeiten und Visum) nahmen wir unseren vorab gebuchten Mietwagen entgegen.
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| Ankunft am Queen Alia International Airport (QAIA) |
Im Anschluss an ein erstes Mittagessen nahe der Mietwagenstation, fuhren wir entlang des Desert Highway nach Süden. Ausgehend vom Highway machten wir dann nach rund 40 min. Fahrt einen ersten Halt an der archäologischen Ausgrabungsstätte Umm er-Rasas. Diese gehört seit 2004 zum UNESCO Weltkulturerbe und beherbergt römische und byzantinisch-christliche Ruinen vom Ende des 3. bis zum 9. Jahrhundert.
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| Ausblick auf die Ausgrabungsstätte Umm er-Rasas |
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| Ruinen von Umm er-Rasas |
Nach einem Spaziergang über die Anlage mit ihren gut erhaltenen Mosaiken, setzten wir unsere Fahrt in Richtung Süden fort. Gut 2,5 Std. dauerte die Fahrt nach Wadi Musa, dem an die Felsenstadt Petra angrenzenden Ort. Dort bezogen wir für die erste Nacht eine Pension nahe dem Besucherzentrum. Somit hatten wir am nächsten Morgen nach unserem frühen Start nur einen kurzen Fußweg zum Eingangstor in die Felsenstadt.
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| I Love Petra Schriftzug |
Dort folgten wir einem sandigen Weg vorbei an drei massiven Djinn-Blöcke (Denkmäler) bis der Siq erreicht wurde. Der Siq ist ein schmaler, leicht abschüssiger Weg durch Felsspalten an dessen Ende sich der Eingang zur Felsenstadt Petra befindet. Das bekannteste Bauwerk der von den Nabatäer um 500 v. Chr. errichteten Hauptstadt, das sogenannte "Schatzhaus" (Al-Khazneh) erblickten wir schließlich am Ende des Siq.
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| Djinn-Blöcke entlang dem Weg nach Petra |
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| Unterwegs im Siq |
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| Das Schatzhaus (Al-Khazneh) von Petra |
Nachdem Schatzhaus fanden wir uns im Äußeren Siq wieder, der immer breiter wird und über die Fassadenstraße zum Zentrum der antiken Stadt weiterführt. Hier reihen sich zunächst einige erodierte Felsengräber aneinander bis auf der linken Seite das Theater erreicht wird, dass bis zu 8.500 Personen Platz bot.
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| Erodierte Felsengräber |
Nach einer kurzen Frühstückspause verließen wir den Hauptweg und wanderten auf dem 3,5 km langen Al-Khubtha Trail vorbei an den Königsgräber hinauf zu einem Aussichtspunkt mit freiem Blick auf das ikonische Schatzhaus.
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| Innenansicht eines der Königsgräber |
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| Stufen auf dem Al-Khubtha Trail |
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| Blick auf das Schatzhaus |
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| Ausblick auf die Felsenstadt Petra |
Zurück auf dem Hauptweg liefen wir über die Ruinen der Byzantinische Kirche mit ihren guterhaltenen Mosaiken zum Pausenbereich der Anlage, um Energie zu tanken. Denn danach liefen wir über 850 Treppenstufen auf dem 2,5 km langen Ad-Deir Trail zum größten Bauwerk in ganz Petra. Das „Kloster“ ist 47 Meter breit und 48,3 Meter hoch. Der Raum wurde ursprünglich als Speisesaal für die Sitzungen religiöser Gruppen verwendet.
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| Mosaike der Byzantinischen Kirche |
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| Mit Petra in Petra |
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| Ausblick auf dem Ad-Deir Trail |
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| Kloster Ad-Deir |
Hinter dem Kloster führte uns der fortführende Weg noch zu einem schönen Aussichtspunkt mit Blick auf die felsige Landschaft hinter Petra.
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| Ausblick auf die felsige Landschaft |
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| Aussichtpunkt mit jordanischer Flagge |
Nach einer kurzen Pause liefen wir zurück zum Kloster und wieder hinab nach Petra. Auf dem anschließenden Rückweg zum Eingangstor liefen wir komplett den Hauptweg entlang, vorbei am Haupttempel Qasar al-Bint, dem Großen Tempel und der Säulenstraße bis wir schließlich den Siq erreichten.
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| Unterwegs entlang der Säulenstraße |
Nachdem ich mit Petra die Felsenstadt Petra verlassen hatte, fuhren wir noch 70 min. nach Norden ins Bergdorf Dana auf rund 1.200 m Höhe, namensgebender Ort für das 310 km² große Biosphärenreservat Dana. Dort verbrachten wir unsere zweite Nacht auf diesem Kurztrip.
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| Sonnenuntergang bei Dana |
Am nächsten Tag unternahmen wir nachdem Frühstück eine 3-stündige Wanderung. Wir liefen auf dem Rundweg des Sheq Al-Reesh Trail in Begleitung eines lokalen Wanderführer, der in Dana vorgeschrieben ist. Auf dieser Route durch das weitläufige Dana Naturschutzgebiet läuft man zwischen spektakulären Sandsteinformationen entlang und hat teilweise grandiose Panoramablicke auf eine Landschaft die stellenweise an den Grand Canyon oder das Elbsandsteingebirge erinnern.
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| Ausblick beim Sheq Al-Reesh Trail |
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| Sandsteinfelsen im Naturschutzgebiet |
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| Felsformationen in Dana |
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| Wanderung entlang des Sheq Al-Reesh Trail |
Im Anschluss setzten wir unseren Roadtrip mit der 2,5-stündigen Fahrt ans Tote Meer fort. Zunächst bergab über die Route 60 und dann über den Jordan Valley Highway bis zur Hotelzone des Ortes Swemeh am Ufer auf -400 m unter dem Meeresspiegel. Somit überwindeten wir auf dieser Fahrt 1.600 Höhenmeter. Nachdem Check-in für unsere dritte und letzte Nacht machten wir uns direkt auf ins Wasser.
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| Ausblick auf das Tote Meer |
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| Hotelstrand am Toten Meer |
Dabei erlebten wir den für das Tote Meer typischen Auftrieb im Wasser, der uns an der Oberfläche treiben ließ. Grund hierfür sind der hohe Salzgehalt von bis zu 33 %. Aufgrund des hohen Salzgehalts hat das Seewasser eine Dichte von ca. 1,240 kg/l. Das Mittelmeer hat im Vergleich dazu ein Salzgehalt von 3 %. Doch nicht nur das Salzwasser sind an diesem Abschnitt besonders, sondern auch der schlammige Untergrund, den wir uns anschließend zum Wohle der Haut auf dem Körper verteilten. Nachdem der Schlamm abgewaschen war, ging es noch für eine Runde in den Pool mit Aussicht, bevor wir den Abend ausklingen ließen.
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| Schlammpackung an den Beinen |
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| Baden im Toten Meer |
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| Schwimmen im Hotelpool |
Auch den vierten und letzten Tag ließen wir entspannt mit einem ausgedehnten Hotelfrühstück angehen. Danach fuhren wir nach Osten landeinwärts auf den 808 m hohen Berg Nebo. Er ist Ausläufer eines Plateaus das zum Toten Meer hin abfällt und eine gute Aussicht in das Jordantal und nach Palästina und Israel ermöglicht.
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| Pilgerdenkmal auf dem Berg Nebo |
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| Erinnerung an Moses |
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| Aussicht in das Jordantal |
Auf der Spitze des Berges wurde um 393 erstmalig eine Kirche erbaut und seitdem immer wieder modernisiert. Die Moses Gedächtniskirche auf dem Berg Nebo war ein byzantinisches Pilgerzentrum, denn von diesem Ort aus durfte Moses nach biblischer Überlieferung vor seinem Tod das Gelobte Land sehen, das er selbst nicht mehr betreten konnte.
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| Innenraum der Moses Gedächtniskirche |
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| Großflächiges Mosaik in der Kirche |
Anschließend fuhren wir 10 km weiter ins Zentrum von Madaba. Die Stadt ist mehr als jeder andere Ort in Jordanien für seine Mosaiken bekannt. Im Ort wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Kirchen und Häuser mit gut erhaltenen Mosaiken freigelegt. Ein paar der Gebäude besichtigten wir entlang des Madaba Heritage Trail.
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| Besucherzentrum von Madaba |
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| Startpunkt des Madaba Heritage Trail |
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| Ein gut erhaltenes Mosaik in Madaba |
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| Zentrum von Madaba |
Zu guter Letzt schauten wir uns noch die weithin sichtbare King Hussain Moschee an, bevor wir abschließend eine halbe Stunde zurück in Richtung Flughafen fuhren, wo am Abend unser 4-stündiger Rückflug nach Deutschland anstand. Damit ging ein intensiver Kurztrip nach Jordanien erfolgreich zu Ende.
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| Historisches Zentrum von Madaba mit Moschee |
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| Gebetsraum der King Hussain Moschee |