Blogger Widgets
Samstag, 14. Februar 2026

Kurztrip nach Jordanien - mit Petra in Petra

Diesen Monat unternahm ich mit meiner Freundin Petra einen Kurztrip nach Jordanien. Preisewerte und zugleich gut getimte FlĂĽge einer irischen Billigfluggesellschaft machten diesen 4-Tages-Trip möglich. Nach 3,5 Std. Flugzeit landeten wir auf dem Queen Alia International Airport, 35 km sĂĽdlich von der jordanischen Hauptstadt Amman. FĂĽr mich war es nach meiner Mietwagen-Tour vor 7 Jahren, die zweite Reise in das Westasiatische Königreich. Nach der Einreise mit dem Jordan Pass (einer vergĂĽnstigten Kombination aus Eintrittskarte zu ĂĽber 40 SehenswĂĽrdigkeiten und Visum) nahmen wir unseren vorab gebuchten Mietwagen entgegen. 

Ankunft am Queen Alia International Airport (QAIA)

Im Anschluss an ein erstes Mittagessen nahe der Mietwagenstation, fuhren wir entlang des Desert Highway nach SĂĽden. Ausgehend vom Highway machten wir dann nach rund 40 min. Fahrt einen ersten Halt an der archäologischen Ausgrabungsstätte Umm er-Rasas. Diese gehört seit 2004 zum UNESCO Weltkulturerbe und beherbergt römische und byzantinisch-christliche Ruinen vom Ende des 3. bis zum 9. Jahrhundert. 

Ausblick auf die Ausgrabungsstätte Umm er-Rasas

Ruinen von Umm er-Rasas

Nach einem Spaziergang ĂĽber die Anlage mit ihren gut erhaltenen Mosaiken, setzten wir unsere Fahrt in Richtung SĂĽden fort. Gut 2,5 Std. dauerte die Fahrt nach Wadi Musa, dem an die Felsenstadt Petra angrenzenden Ort. Dort bezogen wir fĂĽr die erste Nacht eine Pension nahe dem Besucherzentrum. Somit hatten wir am nächsten Morgen nach unserem frĂĽhen Start nur einen kurzen FuĂźweg zum Eingangstor in die Felsenstadt. 

I Love Petra Schriftzug

Dort folgten wir einem sandigen Weg vorbei an drei massiven Djinn-Blöcke (Denkmäler) bis der Siq erreicht wurde. Der Siq ist ein schmaler, leicht abschüssiger Weg durch Felsspalten an dessen Ende sich der Eingang zur Felsenstadt Petra befindet. Das bekannteste Bauwerk der von den Nabatäer um 500 v. Chr. errichteten Hauptstadt, das sogenannte "Schatzhaus" (Al-Khazneh) erblickten wir schließlich am Ende des Siq.

Djinn-Blöcke entlang dem Weg nach Petra

Unterwegs im Siq

Das Schatzhaus (Al-Khazneh) von Petra

Nachdem Schatzhaus fanden wir uns im Äußeren Siq wieder, der immer breiter wird und über die Fassadenstraße zum Zentrum der antiken Stadt weiterführt. Hier reihen sich zunächst einige erodierte Felsengräber aneinander bis auf der linken Seite das Theater erreicht wird, dass bis zu 8.500 Personen Platz bot.

Erodierte Felsengräber

Nach einer kurzen FrĂĽhstĂĽckspause verlieĂźen wir den Hauptweg und wanderten auf dem 3,5 km langen Al-Khubtha Trail vorbei an den Königsgräber hinauf zu einem Aussichtspunkt mit freiem Blick auf das ikonische Schatzhaus. 

Innenansicht eines der Königsgräber

Stufen auf dem Al-Khubtha Trail 

Blick auf das Schatzhaus

Ausblick auf die Felsenstadt Petra

ZurĂĽck auf dem Hauptweg liefen wir ĂĽber die Ruinen der Byzantinische Kirche mit ihren guterhaltenen Mosaiken zum Pausenbereich der Anlage, um Energie zu tanken. Denn danach liefen wir ĂĽber 850 Treppenstufen auf dem 2,5 km langen Ad-Deir Trail zum größten Bauwerk in ganz Petra. Das „Kloster“ ist 47 Meter breit und 48,3 Meter hoch. Der Raum wurde ursprĂĽnglich als Speisesaal fĂĽr die Sitzungen religiöser Gruppen verwendet. 

Mosaike der Byzantinischen Kirche

Mit Petra in Petra

Ausblick auf dem Ad-Deir Trail

Kloster Ad-Deir

Hinter dem Kloster fĂĽhrte uns der fortfĂĽhrende Weg noch zu einem schönen Aussichtspunkt mit Blick auf die felsige Landschaft hinter Petra. 

Ausblick auf die felsige Landschaft

Aussichtpunkt mit jordanischer Flagge

Nach einer kurzen Pause liefen wir zurĂĽck zum Kloster und wieder hinab nach Petra. Auf dem anschlieĂźenden RĂĽckweg zum Eingangstor liefen wir komplett den Hauptweg entlang, vorbei am Haupttempel Qasar al-Bint, dem GroĂźen Tempel und der SäulenstraĂźe bis wir schlieĂźlich den Siq erreichten. 

Unterwegs entlang der Säulenstraße

Nachdem ich mit Petra die Felsenstadt Petra verlassen hatte, fuhren wir noch 70 min. nach Norden ins Bergdorf Dana auf rund 1.200 m Höhe, namensgebender Ort fĂĽr das 310 km² groĂźe Biosphärenreservat Dana. Dort verbrachten wir unsere zweite Nacht auf diesem Kurztrip. 

Sonnenuntergang bei Dana

Am nächsten Tag unternahmen wir nachdem Frühstück eine 3-stündige Wanderung. Wir liefen auf dem Rundweg des Sheq Al-Reesh Trail in Begleitung eines lokalen Wanderführer, der in Dana vorgeschrieben ist. Auf dieser Route durch das weitläufige Dana Naturschutzgebiet läuft man zwischen spektakulären Sandsteinformationen entlang und hat teilweise grandiose Panoramablicke auf eine Landschaft die stellenweise an den Grand Canyon oder das Elbsandsteingebirge erinnern.

Ausblick beim Sheq Al-Reesh Trail

Sandsteinfelsen im Naturschutzgebiet 

Felsformationen in Dana

Wanderung entlang des Sheq Al-Reesh Trail

Im Anschluss setzten wir unseren Roadtrip mit der 2,5-stündigen Fahrt ans Tote Meer fort. Zunächst bergab über die Route 60 und dann über den Jordan Valley Highway bis zur Hotelzone des Ortes Swemeh am Ufer auf -400 m unter dem Meeresspiegel. Somit überwindeten wir auf dieser Fahrt 1.600 Höhenmeter. Nachdem Check-in für unsere dritte und letzte Nacht machten wir uns direkt auf ins Wasser.

Ausblick auf das Tote Meer

Hotelstrand am Toten Meer

Dabei erlebten wir den für das Tote Meer typischen Auftrieb im Wasser, der uns an der Oberfläche treiben ließ. Grund hierfür sind der hohe Salzgehalt von bis zu 33 %. Aufgrund des hohen Salzgehalts hat das Seewasser eine Dichte von ca. 1,240 kg/l. Das Mittelmeer hat im Vergleich dazu ein Salzgehalt von 3 %. Doch nicht nur das Salzwasser sind an diesem Abschnitt besonders, sondern auch der schlammige Untergrund, den wir uns anschließend zum Wohle der Haut auf dem Körper verteilten. Nachdem der Schlamm abgewaschen war, ging es noch für eine Runde in den Pool mit Aussicht, bevor wir den Abend ausklingen ließen.

Schlammpackung an den Beinen
Baden im Toten Meer
Schwimmen im Hotelpool

Auch den vierten und letzten Tag lieĂźen wir entspannt mit einem ausgedehnten HotelfrĂĽhstĂĽck angehen. Danach fuhren wir nach Osten landeinwärts auf den 808 m hohen Berg Nebo. Er ist Ausläufer eines Plateaus das zum Toten Meer hin abfällt und eine gute Aussicht in das Jordantal und nach Palästina und Israel ermöglicht. 

Pilgerdenkmal auf dem Berg Nebo

Erinnerung an Moses

Aussicht in das Jordantal

Auf der Spitze des Berges wurde um 393 erstmalig eine Kirche erbaut und seitdem immer wieder modernisiert. Die Moses Gedächtniskirche auf dem Berg Nebo war ein byzantinisches Pilgerzentrum, denn von diesem Ort aus durfte Moses nach biblischer Ăśberlieferung vor seinem Tod das Gelobte Land sehen, das er selbst nicht mehr betreten konnte. 

Innenraum der Moses Gedächtniskirche

Großflächiges Mosaik in der Kirche

AnschlieĂźend fuhren wir 10 km weiter ins Zentrum von Madaba. Die Stadt ist mehr als jeder andere Ort in Jordanien fĂĽr seine Mosaiken bekannt. Im Ort wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Kirchen und Häuser mit gut erhaltenen Mosaiken freigelegt. Ein paar der Gebäude besichtigten wir entlang des Madaba Heritage Trail. 

Besucherzentrum von Madaba

Startpunkt des Madaba Heritage Trail

Ein gut erhaltenes Mosaik in Madaba

Zentrum von Madaba

Zu guter Letzt schauten wir uns noch die weithin sichtbare King Hussain Moschee an, bevor wir abschlieĂźend eine halbe Stunde zurĂĽck in Richtung Flughafen fuhren, wo am Abend unser 4-stĂĽndiger RĂĽckflug nach Deutschland anstand. Damit ging ein intensiver Kurztrip nach Jordanien erfolgreich zu Ende. 

Historisches Zentrum von Madaba mit Moschee

Gebetsraum der King Hussain Moschee

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen