Von Zadar nach Šibenik führte mich mein Roadtrip weitere 75 km entlang der Adriatischen Küstenstraße Jadranska Magistrala. Auf dieser Route machte ich einen Zwischenstopp bei Pirovac. Dort vertrat ich mir die Beine bei einem gemütlichen Spaziergang entlang des 1 km langen Makirina Naturpfades an der Bucht von Pirovac.
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Makirina Naturpfades |
Bei der Fahrt nach Šibenik überquerte ich anschließend die Kurabrücke mit Aussichtspunkt auf Šibenik und den 72,5 km langen Fluss Krka der hier ins Meer mündet.
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Šibenski Most |
Nachdem ich meine Unterkunft in Šibenik erreicht hatte, erkundete ich das Zentrum zu Fuß. Dabei besichtigte ich zunächst die mittelalterliche Festung St. Michael mit schöner Aussicht auf die Stadt. Die Festung war Teil des venezianischen Verteidigungssystem und zählt seit 2017 zum UNESCO Weltkulturerbe.
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Aussicht auf Šibenik von der Festung St. Michael |
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Altstadt mit der Kathedrale des Heiligen Jakob. |
Ebenfalls zum Welterbe gehört die Kathedrale des Heiligen Jakob. Sie ist das bedeutendste Gebäude der Stadt.
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UNESCO Weltkulturerbe Kathedrale des Heiligen Jakob |
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Straßenzug in der Altstadt von Šibenik |
Nach der Altstadt mit ihren engen Gassen und über 2.800 Treppenstufen lief ich entlang der Hafenpromenade zurück in meine Unterkunft. Dort lernte ich am Abend die beiden Engländer Freddy und Sam kennen. Mit beiden verabredete ich mich für den nächsten Tag, um gemeinsam den Nationalpark Krka zu besichtigen.
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Hafenpromenade von Šibenik |
Der Nationalpark Krka umfasst auf einer Fläche von 109,5 km² den rund 45 Kilometer langen Flussabschnitt der Krka zwischen Knin und Skradin. Der Nationalpark wird in einen Nord- und in einen Südabschnitt eingeteilt. Für beide Abschnitte muss am Parkeingang ein Eintrittsgeld entrichtet werden. Mit meinen beiden Begleitern fuhr ich zunächst zum Nördlichen Parkbereich. Kurz nach Parköffnung um 9 Uhr erreichten wir als ersten Stopp das Krka Kloster nahe der Stadt Kristanje.
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Glockenturm vom Krka Kloster |
Nach Betreten des Serbisch-orthodoxen Kloster von 1345 bekamen wir von den Parkmitarbeitern eine kurze Führung, bei dir wir auch zu den römischen Katakomben hinabstiegen. Anschließend fuhren wir zum Burnum Amphitheater. Hierbei handelt es sich um die Ausgrabungsstätte eines Römischen Lagers aus dem 1. Jahrhundert. Mehr dazu erfuhren wir wenig später im Parkmuseum.
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Burnum Amphitheater |
Nur ein paar Hundert Meter weiter kamen wir zum ersten Aussichtspunkt auf einen von sieben größeren Wasserfällen innerhalb des Nationalparks. Der Manojlovački slapovi war zu dieser Zeit (Ende Sommer) ebenso, wie alle weiteren Wasserfälle durch niedrigeren Wasserlauf, weniger imposant im Vergleich zu Fotoaufnahmen.
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Links der Wasserfall Manojlovački slapovi |
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Oberlauf des Krka |
Als nächsten Stopp steuerte ich den Eko-kampus Erka an. Dort befindet sich das Parkmuseum. Es erstreckt sich über zwei Gebäude mit je 3 Etagen Ausstellungsfläche. In einem Gebäude erfährt man in einem sehr modernen und interaktiv gestalteten Museum alles wissenswertes zur Flora und Fauna des Nationalpark Krka. Im anderen Gebäude finden sich hauptsächlich Ausgrabungsgegenstände rund um das Römische Lager von Burnum.
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Krka Parkmuseum |
Einen letzten Zwischenstopp gab es noch im Nördlichen Parkabschnitt. Dies war die Burgruine Utvrda Necven nahe dem Ort Puljane. Die Ruine selbst ist in keinem besonders guten Zustand, dafür belohnt ein toller Ausblick.
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In der Burgruine Utvrda Necven |
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Blick in den Nationalpark |
Danach fuhr ich weiter in den Südlichen Abschnitt zum Roski Wasserfall. Dort besichtigte ich zusammen mit Freddy und Sam den Wasserfall. Danach aßen wir in der Alten Mühle Kristjan zu Mittag. Es gab lokale Wurst- und Käsespezialitäten, serviert direkt an einem kleinen Wasserfall der in der Vergangenheit die Mühle antrieb.
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Mittagessen in der Alten Mühle Kristjan |
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Blick auf den Roski Wasserfall |
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Tagestrip mit Freddy und Sam |
Für das letzte Tagesziel fuhr ich in die Stadt Skradin. Von dort fahren kleine Ausflugsboote zum beliebten Wasserfall Skradinski Buk. Der Skradinski Buk setzt sich dabei aus Rauwackenbarrieren, Inseln und Seen zusammen, die von einem Netz von Pfaden und Brücken für Besucher durchzogen sind. Danach fuhr ich zurück nach Šibenik für eine weitere Nacht.
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Ausflugsboot zum Skradinski Buk |
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Wasserfall Skradinski Buk |
Am nächsten Morgen setzte ich meine Fahrt entlang der Adriatischen Küstenstraße Jadranska Magistrala fort. Tagesziel war die Stadt Trogir. Auf halbe Strecke schaute ich mir den Ort Primošten an. Das ehemalige Fischerdorf mit seiner auf einer Halbinsel gelegenen Altstadt (Raduča) ist ein beliebtes Touristenziel in Dalmatien. Nach rund 2 Stunden hatte ich genug gesehen.
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Unterwegs in Primošten |
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Primošten |
Einen großartigen Blick auf Primošten und die Küste Dalmatiens erhält man von einem Hügel nur wenig außerhalb der Ortschaft. Auf dem Gipfel findet sich ein Ausflugscafé und die Statue der Jungfrau Maria von Loreto.
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Blick auf Primošten und die Küste |
Danach fuhr ich zur Hafenstadt Trogir mit ihrer ebenfalls auf einer Halbinsel gelegenen Altstadt. Diese zählt mit ihren engen Gassen bereits seit 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe. Bei meinem Rundgang durch die Altstadt stieg ich zweimal hoch hinaus. Zunächst in der Festung Kamerlengo aus dem 15. Jahrhundet mit Blick auf die Uferpromenade und den Fußballplatz des HNK Trogir 1912.
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Hafenstadt Trogir |
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Aussicht von der Festung Kamerlengo auf den Fußballplatz |
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Blick auf die Uferpromenade von Trogir |
Anschließend ging ich auch noch auf den Turm der Kathedrale von Trogir, die bereits im 13. Jahrhundert errichtet wurde.
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Blick vom Turm der Kathedrale |
Nach einer Nacht im schönen und beschaulichen Trogir, fuhr ich am nächsten Tag in die nur 30 km entfernte Stadt Split. Mit 162.000 Einwohnern nach der Hauptstadt Zagreb die zweitgrößte Stadt in Kroatien. Dort angekommen schlenderte ich über den Bauernmarkt am Pazar und nahm an der 1,5 Stündigen Free Walking Tour von Ana teil. Die Tour führte uns zunächst zur Stadtpromenade Riva, die mich dabei ein bisschen an Nizza erinnerte.
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Bauernmarkt am Pazar |
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Stadtpromenade Riva |
Danach ging es durch die teils engen Gassen der Altstadt und zur Hauptattraktion von Spilt, dem Diokletianspalast welcher schon seit 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Der antike Baukomplex diente als Alterssitz für den römischen Kaiser Diokletian, der als einziger römischer Kaiser 305 n. Chr. freiwillig aus dem Amt schied. Heutzutage gibt es täglich um 12 Uhr im Innenhof Peristil einen Einmarsch des Kaisers und seiner Gefolgschaft.
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Ana erklärt den Aufbau des Diokletianspalast |
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Einmarsch des Kaisers |
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Blick auf den Palast und die Kathedrale von Split |
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Glockenturm und Gregor von Nin Statue |
Nach der guten Führung schaute ich mir selbst noch ein paar weitere Ecken der Altstadt an. Am Nachmittag fuhr ich dann wieder raus aus dem trubeligen Zentrum von Split und war froh über mein Hostel im gemächlichen Vorort Stobreč mit Meerblick. Die Umgebung schaute ich mir dann zu Fuß an. Auch den nächsten Tag verbrachte ich entspannt in Stobreč. Das Wetter ließ sogar erfrischendes Bad im Meer zu.
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Uferpromenade von Stobreč |
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Blick auf den Hafen von Stobreč |
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Strand bei Stobreč |
Erst am Abend des zweiten Tages fuhr ich erneut zurück ins Zentrum von Split. Ich schaute mir dort ein weiteres Spiel der ersten Kroatischen Liga (1. HNL) an. Im mit 34.448 Plätze aktuell größten Stadion Kroatiens, dem Stadion Poljud empfing Hajduk Split den NK Istria 1961. Vor 12.976 Zuschauern endete die Partie 2:2 Unentschieden.
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Stadion Poljud |
Es folgte eine zweite Nacht in Stobreč, bevor ich meinen Roadtrip in südlicher Richtung fortsetzen konnte.
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