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Donnerstag, 13. April 2023

Zypern mit dem Mietwagen - Wandern und Kultur Teil 2

An meinem fünften von insgesamt acht Tagen auf der Mittelmeerinsel Zypern fuhr ich zunächst von der Hauptstadt Nikosia etwa 1,5 Std. zum östlichsten Punkt der Republik Zypern, dem Kap Greco. Das eigentliche Kap darf wegen einer Militäranlage nicht betreten werden. Aber es gibt einen Aussichtpunkt auf einem vorgelagerten Hügel. Dieser kann zudem auf dem 1,5 km langen Kavos Nature Trail umrundet werden. Dabei wurde ich an diesem Tag von der Mannheimerin Sylvia begleitet, die ich zuvor in Paphos an Tag 1 kennen gelernt hatte. 

Aussicht auf das  Kap Greco

Blick nach Westen 

Unterwegs auf dem Kavos Nature Trail

Danach fuhren wir zusammen durch den Cabo Greco National Park zur steinernen Brücke Kamara Tou Koraka. Diese kuriose Steinformation diente uns als Ausgangspunkt für eine kombinierte Wanderung entlang des Konnos und Agioi Anargyroi Trails. Der Abschnitt ist auch Teil des Europäischen Fernwanderwegs E4 der sich von Portugal bis nach Zypern durch Europa zieht.

Kamara Tou Koraka

Der Wanderweg führt dabei durch leicht bewachsenes Gebiet und zunächst vorbei am Strand von Konnos bis am Ende des Trails die Cyclops Höhle und die Konnos Klippen erreicht werden. Auf einem fast parallel verlaufenden Wanderweg gelangten wir danach noch zur kleinen blau-weißen Kapelle Agioi Anargyroi, die Namensgebend für diesen Abschnitt ist. Kurz danach gelangten wir nach insgesamt 7,5 km zurück zum Parkplatz beim Kamara Tou Koraka.

Konnos Trail mit Blick auf den Strand von Konos

Schöner Konnos Trail

Klippen bei der  Cyclops Höhle

Blau-weiße Kapelle Agioi Anargyroi

Vom Kap Greco fuhr ich anschließend rund 1 Std. in die Hafenstadt Larnaca, die ich am Abend erreichte. Zusammen mit Sylvia gab es noch ein Abendessen. Am nächsten Tag trennten Sie unsere Wege erneut. Sie reiste zurück und ich verblieb für den Tag in der 52.000 Einwohner Stadt Larnaca. Am Morgen schaute ich mir etwas die Hafenstadt an. Vorbei an der Strandpromenade, dem Mittelalterlichen Fort und der Djami Kebir Moschee erreichte ich die Lazarus-Kirche Larnaka. Die byzantinische Steinkirche beherbergt den Schrein des Heiligen Lazarus in der Krypta, welche betreten werden kann.

Strand von Larnaca mit Fort und Djami Kebir Moschee

Lazarus-Kirche Larnaka

Gegen Mittag fuhr ich dann aus dem Zentrum hinaus zum Larnaca Salzsee. Den Salzsee umrundete ich anschließend auf dem 13 km langen Larnaca Salt Lake Trail. Der Wanderweg ist eher unspektakulär und verläuft fast ausschließlich flach mit Blick auf den See einmal rund rum. Dabei gibt es immer wieder schöne Ausblicke auf den See und seine Bewohner, darunter zahlreiche Flamingos. 

Blick auf den  Larnaca Salzsee

Larnaca Salt Lake Trail

Flamingos auf dem Salzsee 

Es gibt zudem zwei bedeutsame Bauwerke entlang des Trails. Zunächst erreichte ich den Bekir-Pasha-Aquädukt. Ein historisches Aquädukt mit 75 Bögen aus dem Jahr 1750, das bis 1939 in Betrieb war. Außerdem die Hala Sultan Tekke Moschee. Sie gilt als das wichtigste Heiligtum des Islam auf der Insel.

 Bekir-Pasha-Aquädukt

Hala Sultan Tekke Moschee

Am Abend besuchte ich dann noch ein Fußballspiel auf Zypern. Dazu fuhr ich zum 10.230 Plätze großen Antonis-Papadopoulos-Stadion. Dort traf der zyprische Fußballerstligist Anorthosis Famagusta auf Lokalrivale Nea Salamis Famagusta. Vor rund 2.000 Zuschauern endete die abwechslungsreiche Partie 4:4 Unentschieden. 

Abendspiel im Antonis-Papadopoulos-Stadion

Am siebten Tag auf Zypern fuhr ich von Larnaca zunächst in die 70 km entfernte Hafenstadt Limassol. Diese ist mit rund 240.000 Einwohnern nach Nikosia, die zweitgrößte Stadt des Landes. In Limassol nahm ich dann an einer Free Walking Tour teil. Diese begann an der renovierten Marina die mich stark an die W & A Waterfront in Kapstadt erinnerte. Danach führte uns unser Guide Irina durch die Altstadt, entlang belebter Plätze, durch ruhige Gassen und zur Markthalle.  

Marina von Limassol

Promenade von Limassol

Free Walking Tour durch die Altstadt

Unterwegs in ruhigen Gassen 

Nachdem Mittagessen in Limassol setzte ich meine Fahrt nach Westen fort. Nächster Stopp war die Archäologische Stätte von Kourion. Die Ausgrabungen des antiken Kourion erfassten mehrere Gebäude mit zahlreichen gut erhaltenen Bodenmosaiken, darunter das Gladiatorenhaus und das Haus des Achilles (beide benannt nach Motiven dortiger Mosaike). Neben den Gebäuden gilt das Theater mit Sicht aufs Meer zu den Highlights. Generell gibt es durch die erhöhte Lage dort einen großartigen Blick auf das Mittelmeer. 

Theater mit Blick aufs Meer 

Blick auf das Mittelmeer

Weitläufige Archäologische Stätte von Kourion

Bodenmosaike im Gladiatorenhaus 

Danach fuhr ich weitere 60 km nach Westen, bis ich gegen Abend erneut die Hafenstadt Paphos erreichte. Den Ausgangspunkt meiner Mietwagen-Rundreise steuerte ich ebenfalls für meine letzte Nacht auf der Insel an. Am letzten Tag schaute ich mir am Vormittag noch die Marina inklusive der Mittelalterlichen Festung von Paphos an. 

Mittelalterliche Festung von Paphos

Blick auf die Marina von Paphos

Danach fuhr ich nochmals raus aus der Stadt. Zunächst zum sogenannten Felsen der Aphrodite an der Südküste der Insel. Die riesige Felsformation an einem Kieselstrand, gilt in der griechischen Mythologie als Geburtsort der Aphrodite. Der Sage nach bringt es Liebesglück, wenn Paare bei Vollmond den im Meer befindlichen Felsen zweimal gemeinsam umrunden. 

Felsen der Aphrodite 

Abschließend fuhr ich zum Asprokremmos Reservoir, dem zweitgrößten Stausee auf Zypern. Dort unternahm ich unweit des Asprokremmos Damm meine letzte kleinere Wanderung auf Zypern. Ich wanderte entlang des Ufers des Stausees zu den Ruinen des Tempelritterdorf Foinikas. 

Asprokremmos Damm

Wanderung entlang des Asprokremmos Stausee

Ruinen von Foinikas am Seeufer

Mit diesen schönen Ausblicken entlang des ruhigen Sees beendete ich meine Reise. Vom Parkplatz waren es nur noch 7 km Fahrt bis zum Flughafen von Paphos. Von dort dann erneut 3 Std. Flugzeit bis nach Süddeutschland. 

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