Mit der österreichischen Westbahn fuhr ich mit meiner Freundin Petra zunächst nach Salzburg. Nach einem Mittagsstopp in der viertgrößten Stadt Österreichs fuhren wir mit Bus und Bahn weiter bis nach Gosau am Rande vom Dachsteingebirge. Dort trafen wir mit Anja eine weitere Freundin für die anstehende 5-tägige Hüttentour. Ausgangspunkt war der Vordere Gosausee am Nordfuß des Dachsteinmassivs. Mit Hilfe der Gosaukammbahn überwanden wir die ersten 547 Höhenmeter bereits nach 4 Minuten. Von der Bergstation auf der Zwieselalm liefen wir dann zunächst bergauf in Richtung Törleck (1.616 m).
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| Ausblick von Gosau in Richtung Dachsteingebirge |
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| Panorama am Vorderen Gosausee |
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| Blick von der Zwieselalm hinab auf den Vorderen Gosausee |
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| Anstieg in Richtung Törleck (1.616 m) |
Danach führt uns der Wanderweg Nr. 611 in leichtem auf und ab entlang des Dachsteinmassiv unterhalb vom Kleinen und Großen Donnerkogel in Richtung Stuhlalm. Von dort an wurde der Weg zunehmend alpiner und am Schwarzkogelsteig auch erstmals so richtig steil und ausgesetzt. Einzelne Passagen sind zusätzlich mit Seilen gesichert. Doch mit der gewohnten Trittsicherheit und guter Kondition erreichten wir die Durchgangsscharte auf 1.600 m.
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| Entlang von Wanderweg Nr. 611 |
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| Ausblick auf das Dachsteinmassiv |
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| Serpentinen des Schwarzkogelsteig |
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| Einzelne Passagen sind zusätzlich mit Seilen gesichert |
Für die Pause steuerten wir wenig später die Sulzkaralm an. Gestärkt gingen wir anschließend den letzten Etappenabschnitt an. Dabei ragten die Felswände des Gosaukamms unmittelbar neben uns auf und die Große und Kleine Bischofsmütze dominierten zunehmend das Panorama. Nach einem letzten anspruchsvolleren Abschnitt mit Felsgelände und Schmelzwasserrinnen konnten wir schließlich durch den aufgezogenen Nebel hindurch unser Tagesziel die Hofpürglhütte entdecken.
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| Einkehr in der Sulzkaralm |
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| Aufziehender Nebel |
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| Tierische Begrüßung |
Nach 11 km und 740 hm erreichten wir schließlich die erste Übernachtungshütte mit der Hofpürglhütte auf 1.703 m. Die Hütte bietet Platz für bis zu 108 Gäste und ist eine der größten Ihrer Art. Beim Abendessen in der Stube belohnten wir uns für den ersten kräftezehrenden Wandertag der Tour.
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| Ankunft an der Hofpürglhütte |
Nachdem Hüttenfrühstück wandern wir von der Hofpürglhütte zunächst weiter entlang des Gosaukamms auf Weg Nr. 617 im stetigen auf und ab. Dabei eröffneten sich immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf die umliegenden Gipfel wie dem Kramerkogel, Hofkögerl und die weiteren markanten Felsformationen des Dachsteins. Danach wird der erste steile Anstieg des Tages hinauf zum Sulzenhals (1.824 m) überwunden.
Ein leckeres Abendessen stärkt uns wieder für den nächsten Tag. Dieser beginnt mit einem halbstündigen Abstieg hinab zur Talstation der Dachstein Gletscherbahn. Bei guten Wetterbedingungen, wie bei uns an diesem Tag, empfiehlt es sich hier die Seilbahn hinauf zum Hunerkogel (2.687 m) zu nehmen und anschließend über den Gletscher und das Dachsteinplateau weiter zu wandern. Alternativ müsste man ins Tal nach Ramsau am Dachstein absteigen, da an der Dachstein Südwand lediglich anspruchsvolle Klettersteige direkt auf das Dachsteinplateau führen.
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| Gletscherbahn hinauf aufs Dachsteinplateau |
Oben an der Bergstation ist einiges an Touristischer Infrastruktur gebaut worden, weshalb sich an diesem Morgen bei dem sonnigen Wetter so einige Besucher tummelten. Von der Aussichtplattform genossen wir den Ausblick auf den namensgebenden Gipfel vom Hohen Dachstein (2.995 m) und zur anderen Seite hin zum Schladminger Gletscher. Diesen durften wir danach an seinen Ausläufern überqueren, um zum Wanderweg Nr. 674 in Richtung Tagesziel, dem Guttenberghaus zu gelangen.
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| Ausblick auf den Hohen Dachstein (2.995 m) |
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| Schladminger Gletscher |
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| Querung des Gletschers |
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| Wanderweg Nr. 674 in Richtung Guttenberghaus |
Zunächst führte uns eine machbare Kletterpassage von einem Hügel hinab. Danach führte die Wegemarkierung uns eine Skipiste hinab, ehe das steinerne Meer darauf wartete von uns durchquert zu werden. Dieser Abschnitt war eher einfach gehalten mit moderaten Höhenunterschieden. Die größte Herausforderung bestand darin die Wegemarkierungen in der überwiegend grauen Gesteinslandschaft zu erkennen. Erst auf dem letzten Kilometer hinab zur Feisterscharte (2.198 m) und zum Guttenberghaus (2.146 m) wurde der Weg noch etwas anspruchsvoller.
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| Kletterpassage |
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| Gesteinslandschaft |
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| Ausblick während der Wanderung |
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| Blick in Richtung Feisterscharte |
Nach 11,7 km über unebenes Terrain erreichten wir mit dem Guttenberghaus, die höchstgelegene Alpenvereinshütte der Steiermark. Diese bietet bis zu 60 Gästen Platz und bot uns ebenfalls ein leckeres Abendessen im Menü an. Auch das Bergpanorama im Abendrot ließ uns die Anstrengungen des Tages vergessen. Ab dieser Hütte besteht auch die Möglichkeit auf einer 8-Tages-Variante weiter nach Osten zu wandern.
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| Guttenberghaus (2.146 m) |
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| Abendliches Alpenpanorama |
Am nächsten Morgen führt uns die 5-Tages-Variante einmal quer über das Dachsteinplateau. Zunächst geht es zurück, hoch zur Feisterscharte vom Vortag. Von da an verläuft der Wanderweg Nr. 616 überwiegend im leichtem bergab weiterhin durch das Meer aus Gestein. Erst nach ein paar Kilometern wird es ein wenig grüner. Bis zu unserem Mittagstopp an der Gjaid Alm (1.739 m), nach rund 9 km verändert sich die Landschaft zunehmend.
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| Steilerer Abschnitt von Wanderweg Nr. 616 |
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| Es wurde wieder grüner |
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| Wanderweg Nr. 616 |
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| Mittagstopp an der Gjaid Alm (1.739 m) |
Von der Gjaid Alm sind es noch 4,6 km in westlicher Richtung über Weg Nr. 654 bis zu unserer letzten Übernachtungshütte dem Wiesberghaus (1.884 m). Diese ist eine Hütte der Naturfreunde und bietet Platz für bis zu 77 Gäste. Petra, Anja und ich erreichten diese nach insgesamt 13,6 km. Auch das letzte Hüttenabendessen mit beeindruckendem Sonnenuntergang war lohnend.
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| Ausblick auf den Dachstein |
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| Weg hinauf zum Wiesberghaus (1.884 m) |
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| Sonnenuntergang am Wiesberghaus |
Nach einer erholsamen Nacht im Wiesberghaus stand der Abstieg hinab nach Hallstatt an. Auf knapp 11 km wollten rund 1.400 hm bergab bewältigt werden. Der gut markierte Wanderweg Nr. 601 führt zunächst durch die beeindruckende Karstlandschaft des Dachsteins und anschließend durch Lärchen- und Zirbenwälder hinunter zur Tiergartenhütte. Aus dem alpinen Gelände wird schließlich dichter Bergwald mit nun an Bäumen aufgetragener Markierung.
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| Wanderweg Nr. 601 nach Hallstatt |
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| Karstlandschaft des Dachsteins |
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| Lärchen- und Zirbenwäld bei der Tiergartenhütte |
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| Markierung im bewaldeten Abschnitt |
Auf dem letzten Abschnitt passieren wir den Hallstätter Gletschergarten, ein Relikt aus der letzten Eiszeit. Weiter geht es über einen Fahrweg und den Malerweg, der uns hinein nach Hallstatt am malerischen Hallstätter See führt. Die Gemeinde mit offiziell 741 Einwohnern ist Teil der UNESCO-Welterbestätte Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut.
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| Ausblick auf den Hallstätter See |
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| Hallstätter Gletschergarten |
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| Hallstätter Gletschergarten |
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| Ankunft am Hallstätter See |
Darüber hinaus strömen täglich mehrere Tausend Tagestouristen nach Hallstatt. Grund sind neben der Ästhetik des Ortes auch seine enorme Bekanntheit in Ostasien durch eine koreanische TV-Serie, die hier gedreht wurde. Dazu gesellten sich dann auch noch wir Wanderer am Ende unserer 5-tägigen Dachstein Hüttentour. Da wir bereits zur Mittagszeit in Hallstatt ankamen, gönnten wir uns ein Mittagessen in einem Biergarten direkt am Seeufer. Danach spazierten wir durch den Ort, um am Ortsausgang den lokalen Bus nach Gosau zu nehmen. Damit waren wir wieder am Ausgangspunkt angekommen.
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| Seeufer in Hallstatt |
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| Zentrum von Hallstatt |
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| Hinweisschild an die Besucher |
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| Malerischer Anblick |
In Gosau verbrachten Petra und ich im Anschluss noch drei entspannte Nächte in einem Sport & Wellnesshotel. An den beiden Tagen unternahmen einmal eine E-Bike Tour in die Umgebung von Gosau und entspannten im Wellnessbereich des Hotels. Ein angenehmer Abschluss der Hüttentour. Am letzten Tag der Reise nahmen wir Bus und Bahn zurück nach Salzburg und von da wieder die Westbahn in die Heimat.
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| Fahrradtour in die Umgebung von Gosau |
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