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Dienstag, 29. April 2025

Kurzkreuzfahrt entlang der Adria

Zum zweiten Mal in diesem Jahr ging es auf eine Kreuzfahrt, nachdem ich Anfang Januar im Persischen Golf unterwegs war, stand nun über Ostern 2025 eine Kurzkreuzfahrt entlang der Adria an. Ausgangspunkt war die italienische Hafenstadt Venedig mit ihrem Industriehafen im Festlandstadtteil Marghera.  Die Hauptstadt der Region Venetien erreichte ich nach einer 11-stündigen Busfahrt mit dem Anbieter Flixbus. Nach meiner Ankunft im zu Venedig gehörenden Stadtteil Mestre vertrat ich mir zunächst die Beine mit einem Spaziergang zum Forte Marghera, einer großen Festung aus dem 19. Jahrhundert. Die Festung Marghera beheimatet heute eine Kunstaustellung, eine Bar sowie eine Katzenauffangstation. 

Eingang zum Forte Marghera

Baracke innerhalb der Festung

Kunst im Forte Marghera

Katzenauffangstation in der Festung

Von der Festung machte ich mich anschließend auf den Weg zum Hafen Marghera um auf die 275 Meter lange MSC Armonia der Schweizer Reederei MSC Cruises zu gelangen. Bis zur Abfahrt am frühen Abend erkundete ich meine Innenkabine auf Deck 8, eine von 976 Kabinen, bevor die obligatorische Notfallübung stattfand. 

MSC Armonia im Hafen Marghera

Innenkabine auf Deck 8

Es folgte ein erstes leckeres Abendessen im Bedienrestaurant. Dort gab es täglich mehrere Vor-, Haupt- und Nachspeisen zur Auswahl. Gefolgt von einer knapp 45-minütigen Bühnenshow im Theatersaal des Schiffes. Danach fiel ich müde ins Bett und war etwas froh am nächsten Tag einen Seetag zu haben. 

Bühnenshow auf der MSC Armonia

An diesem ersten und einzigen Tag auf See dieser 5-tägigen Kurzkreuzfahrt ließ ich es entspannt angehen, um mich etwas von dem Anreisestress zu erholen. Ich nutzte die Gelegenheit, um das viel zu kleine Fitnessstudio zu benutzen und ausgiebig das Schiff zu erkunden. 

Außendeck der MSC Armonia

Nach einer weiteren erholsamen Nacht auf See, erreichten wir als erstes Ziel die alte mediterrane Handels- und Hafenstadt Kotor in Montenegro. Es ist nach 2023 mein zweites Mal in der knapp 23.000 Einwohner Stadt. Auch dieses Mal machte ich mich auf zur Befestigungsanlage von Kotor auf dem San Giovanni Hügel (St. John Hügel), rund 260 Meter über der Stadt. Dabei sind ca. 1350 Stufen zu meistern. Während des Weges und natürlich von der Anlage selbst hat man einen herrlichen Ausblick auf Kotor und die Bucht, inklusive der MSC Armonia im Hafen. 

Aufgang zum San Giovanni Hügel

Ausblick auf Kotor mit MSC Armonia im Hafen

Ausblick von der Festung Kotor

Angrenzende Hügel

Von der Anlage aus unternahm ich dieses Mal einen Abstecher auf den angrenzenden Hügel um noch einen Blick auf die Befestigungsanlage zu erhalten. Danach ging ich den Alternativweg hinab in die Altstadt Kotors. Dort genehmigte ich mir noch ein Eis als Belohnung, bevor ich auf die Stadtmauer ging.

Blick auf die Festung von Kotor

Ausblick hinab nach Kotor

Uhrenturm in der Altstadt von Kotor

Ausblick von der Stadtmauer

Danach lief ich am Hafen entlang zurück zum Schiff, um rechtzeitig vor dem Auslaufen an Board zu sein. Nun lagen 163 nautische Meilen vor dem nächsten Hafen im kroatischen Split vor uns. 

MSC Armonia im Hafen von Kotor

Abendliche Fahrt durch die Bucht von Kotor

Der Hafen von Split wurde am nächsten Morgen früh erreicht. In der zweitgrößten Stadt Kroatiens hielt ich drei Jahre zuvor auf meinem Roadtrip durch Kroatien bereits einmal, um die Altstadt zu sehen. Diese durchlief ich an diesem Tag daher zügig, um im Waldpark Marjan wandern zu gehen. 

Osterdekoration in Split

Einzig am Froggyland machte ich halt. Diese Originelle Ausstellung mit 507 ausgestopften Fröschen zeigt diese bei menschlichen Aktivitäten, z. B. beim Sport oder in der Schule.

Froggyland Split

Eine Schulszene der Ausstellung mit 507 Fröschen

Danach ging es weiter aus der Stadt raus und hinauf nach Marjan samt Aussichtspunkt auf den Hafen von Split. Einen Rundumblick bietet einige Hundertmeter weiter die Aussichtplattform Vidikovac. Von dort aus lief ich bis zur Westspitze der Halbinsel und anschließend entlang der Küste zurück nach Split aufs Schiff. 

Ausblick auf den Hafen von Split

Girometta´s Trail in Marjan 

Ausblick von der Aussichtplattform Vidikovac

Häuser an der Westspitze der Halbinsel

Über Nacht fuhr die MSC Armonia 234 nautische Meilen zurück nach Venedig in den Hafen Marghera. Viele Gäste dich ich kennengelernt hatte, hatten hier bereits ihre Ausschiffung. Ich hatte noch eine zusätzliche Nacht und Tag vor mir. Dies war zum Buchungszeitpunkt kurioserweise preiswerter. Also hatte ich auch noch Zeit für einen Abstecher in die Lagunenstadt Venedig. Um dorthin zu gelangen, bot die Reederei allen Transitgästen einen Bootstransfer an. Dieser nahm rund eine halbe Stunde in Anspruch. 

Bootstransfer von der MSC Armonia nach Venedig

Ankunft in Venedig

In Venedig angekommen erschlug mich wie bereits Jahre zuvor die enorme Menge an Besuchern. Deshalb wählte ich bei meinem Rundgang etwas abgelegenere und wenig frequentierte Gassen auf dem Weg zu den unumgänglichen Hauptattraktionen, der Rialto-Brücke und dem Markusplatz (Piazza San Marco). Nachdem ich die Top-Plätze hinter mir gelassen hatte, fand ich erneut ein paar ruhige Gassen auf dem Weg zurück Schiffstransfer ab dem alten Kreuzfahrtterminal. Nach etwas mehr als 4 Stunden hatte ich genug von trubeligen Venedig. So empfand ich es auch nicht als störend das wir an diesem Tag bereits am frühen Nachmittag weiterfuhren. 

Unterwegs in Venedig

Stadtbild von Venedig

Canale Grande

Markusplatz (Piazza San Marco)

Nächstes Ziel des Schiffes war die italienische Hafenstadt Brindisi in Apulien mit 82.000 Einwohnern. Die Fahrt dorthin dauerte fast 24 Stunden und bot mir noch ein paar entspannte Stunden auf dem Schiff. Ich freute mich auf die für mich noch unbekannte Stadt Brindisi. Sehenswert war bereits die Hafeneinfahrt vorbei am Castello Alfonsino di Brindisi.

 Castello Alfonsino di Brindisi

Hafeneinfahrt nach Brindisi

Engstelle auf der Fahrt zum Anleger Carbonifera

Ankunft in Brindisi

Nachdem eine Engstelle passiert wurde, machte die MSC Armonia am Anleger Carbonifera direkt im Zentrum von Brindisi fest. Das Zentrum erkundete ich nach meiner Ausschiffung zu Fuß. Zunächst entlang der Uferpromenade, über die Fußgängerzone Via Colonne zur Kathedrale San Giovanni Battista, danach vorbei am Castello Federiciano, der alten Stadtmauer, dem Bastione San Giacomo und zurück zum Hafen über die Corso Giuseppe Garibaldi. 

Treppen zur Fußgängerzone Via Colonne

Teil der alten Stadtmauer

Bastione San Giacomo

Zentrum von Brindisi

Vom Hafen aus nahm ich dann einen Bootstransfer auf die andere Seite der Bucht, um zu meiner Unterkunft für die Nacht zu kommen. Diese lag auf halber Strecke zum Flughafen von Brindisi, den ich am nächsten Morgen entspannt binnen 25 min. Fußweg erreichen konnte, um meine Rückreise nach Süddeutschland anzutreten. 

Bootstransfer und Blick auf das Zentrum von Brindisi
Sonntag, 2. Juli 2023

Mondänes Montenegro

Im Juni 2023 reiste ich erstmals nach Montenegro, mit dem Ziel von hieraus weitere spannende Orte auf dem Balkan zu erleben. Der erste Ort auf dieser Reise war die 10.000 Einwohner Stadt Tivat an der Bucht von Kotor. Die Anreise erfolgte über den internationalen Flughafen der Kleinstadt, der nach weniger als 2 Stunden Flugzeit von Frankfurt aus erreicht wurde. Nach meiner Ankunft am frühen Abend, spazierte ich durch das Zentrum von Tivat und entlang des prachtvollen Yachthafen namens Porto Montenegro. Dieser war im sozialistischen Jugoslawien eine militärische Schiffswerft. Der kanadische Unternehmer Peter Munk hat den Hafen seither für gehobene Gäste umgebaut.

Porto Montenegro von Tivat

Hafenpromenade von Tivat

Am nächsten Tag mietete ich mir ein Fahrrad bei der Touristeninformation von Tivat. Mit diesem fuhr ich entlang der Bucht von Kotor bis in die gleichnamige Stadt. Dabei wählte ich die längere, aber dafür flache und sehr schöne Route via Lepetane und Stoliv. 

Lepetane an der Bucht von Kotor

Nach 18 Radkilometern und kleineren Stopps entlang der Strecke erreichte ich Kotor. Die Stadt und die samt ihren bis zu 1.894 Meter hohen Bergketten (Orjen und Lovćen) umrahmte tiefe Bucht sind die bekannteste und meistbesuchte Tourismusregion Montenegros. Dies machte sich auch während meiner Zeit in Kotor deutlich bemerkbar. Die Gassen der Altstadt waren sehr gut besucht und ein Kreuzfahrtschiff lag vor den Toren der Stadt auf Reede. 

Ankunft in der Altstadt  von Kotor
Auf der Stadtmauer von Kotor

Um den Massen etwas zu entfliehen, begab ich mich zur Befestigungsanlage von Kotor auf dem San Giovanni Hügel (St. John Hügel), rund 260 Meter über der Stadt. Dabei sind ca. 1350 Stufen zu meistern. Während des Weges und natürlich von der Anlage selbst hat man einen herrlichen Ausblick auf Kotor und die Bucht. Die schweißtreibenden 45 min. Aufstieg sind die Anstrengung definitiv wert. 

Ausblick auf Kotor

Aufstieg auf den San Giovanni Hügel 

Aussicht auf die Bucht von Kotor

Befestigungsanlage von Kotor

Auf demselben Weg ging es wieder hinab nach Kotor, wo auch am Nachmittag noch viel Trubel herrschte. Nach einer Stärkung machte ich mich anschließend wieder auf den 18 km Radweg zurück nach Tivat für eine weitere Nacht. Am nächsten Morgen brachte ich mein Leihfahrrad zurück und begab mich samt Gepäck zum Busbahnhof. Dort nahm ich den nächstmöglichen Bus ins 23 km entfernte Budva. Nach etwas mehr als einer halben Stunde Fahrt erreichte ich die Stadt an der Budva Riviera, direkt am Adriatischen Meer. 

An der Bucht von Kotor

Hafen von Budva

Budva verfügt ebenfalls über einen Yachthafen, allerdings weniger pompös. Zudem finden sich hier gleich mehrere Sandstrände. Im Zentrum der 19.000 Einwohner Stadt liegen der Slovenska, Greco, Pizana und der Ričardova Glava Strand. Mich zog es allerdings an das südliche Ende der Stadt zu den ruhigeren Stränden Mogren und Mogren 2, die durch einen Felsdurchbruch miteinander verbunden sind. Bei Mogren 2 fand ich dann auch einen Aussichtspunkt, der bei Klippenspringern beliebt ist. 

Sandstrand Morgen 2

Aussichtspunkt

Am späten Nachmittag ging ich dann in Richtung Altstadt. Von den Venezianern erbaute Steinmauern umgeben hier die engen Straßen der mittelalterlichen Altstadt (Stari Grad). In dem historischen Viertel befinden sich eine Zitadelle am Meer und religiöse Stätten wie die aus dem 9. Jahrhundert stammende Kirche Santa Maria in Punta. Als Begleitung wählte ich die Stadtführerin Marijana von Guruwalk und vier weitere Individualreisende. Zusammen ging es 1,5 Stunden informativ durch die Gassen von Budva. Danach gab es für mich noch ein leckeres Abendessen, bevor ich mich in mein vorab gebuchtes Guesthouse begab. 

Gasse in Budva

St. Johan Kirche von Budva 

Ausblick von der Stadtmauer

Den zweiten Tag an der Budva Riviera begann ich etwas gemütlicher, bevor ich im Stadtzentrum von Budva einen Linienbus zur kleinen Adria-Insel Sveti Stefan nahm. Nach einer halben Stunde erreichte der Bus sein Ziel. Von der Haltestelle waren es nur wenige Meter bis zum begehbaren Damm, der die Insel mit Häusern aus dem 15. Jahrhundert mit dem Festland verbindet. Die gesamte 1,46 Hektar große Insel befindet sich seit 2007 in Privatbesitz und darf nur von Hotelgästen der Insel betreten werden. Dennoch ist es ein besonderer Anblick der einen Besuch hier lohnend macht. 

Adria-Insel Sveti Stefan

Blick auf die Budva Riviera

Für den Rückweg von Sveti Stefan nach Budva entschied ich mich für den Wanderweg entlang der Adriaküste. Dieser 8,5 km lange Trail verläuft dabei vorbei an Sandstränden, kleineren Orten mit Cafes, Restaurants, Bars und Shops und durch einen Fußgängertunnel zwischen Kamenovo und Rafailovici. 

Trail nach Budva vorbei am Przno Beach

Blick auf Budva und den Slovenska Strand

In Budva verbrachte ich noch einen entspannten Abend. Denn schon am nächsten Morgen nahm ich den Bus in die Hauptstadt von Montenegro. Für die rund 70 km lange und teils sehr kurvenreiche Strecke nach Podgorica benötigte der Bus 1,5 Stunden. Dort angekommen machte ich mich zunächst auf den Weg in mein Hostel etwas außerhalb vom Zentrum. Vom Hostel konnte ich an diesem Tag kostenfrei ein Fahrrad ausleihen. Mit dem Leihrad fuhr ich dann zuerst zu den ca. 10 km entfernten Niagarafällen von Podgorica. Auf der Fahrt durchquerte ich ein Wohngebiet, danach folgten Felder und zahlreiche Weinreben, bis ich den Cijevna Canyon erreichte.

Fahrradweg von Podgorica zum Cijevna Canyon

Ankunft am Cijevna Canyon

Durch den Cijevna Canyon fließt der Cijevna Fluss. Dieser entspringt in Nordalbanien und mündet im Skutarisee. Bei Podgorica stürzt den Fluss dann einige Meter in die Tiefe und erzeugt so die Niagarafälle von Cijevna. Ich schaute mir das Naturspektakel an, lief ein wenig in den Canyon hinein und gönnte mir dann ein leckes Mittagessen im direkt am Fluss befindlichen Ausflugslokal Niagara. 

Restaurant Niagara direkt am Cijevna Fluss

Niagarafälle von oben

Niagarafälle von Cijevna

Unterwegs bei den Niagarafälle von Cijevna

Von den Niagarafällen fuhr ich anschließend ins Zentrum der 150.000 Einwohner Hauptstadt. Ich schaute mir auf meiner Tour die wichtigsten Bauwerke von Podgorica an, darunter der jahrhundertealte Uhrturm, der von den Türken errichtet wurde, die moderne Millennium-Brücke über den Fluss Morača und die Orthodoxe Kathedrale der Auferstehung Christi. 

 Millennium-Brücke über den Fluss Morača

Orthodoxe Kathedrale der Auferstehung Christi

Auf meiner Rückfahrt ins Hostel stoppte ich noch am kostenfreien Podgorica Stadt- und Kunstmuseum. Auf zwei Etagen sind Kunstwerke und historische Ausstellungsstücke wie Kleidung, Münzen und Töpfereien zu sehen. Rund 26 km kamen bei meiner Rundtour durch Podgorica zusammen. 

Podgorica Stadt- und Kunstmuseum

Im Hostel lernte ich dann den gebürtigen Dortmunder Merlin kennen. Gemeinsam verbrachten wir den kommenden Tag zusammen. Nachdem Frühstück fuhren wir mit seinem Mietwagen zu einem Aussichtspunkt auf Podgorica und einer nahegelegenen Gedenkstätte für die gefallen Soldaten der Weltkriege. 

Aussichtspunkt auf Podgorica und Umgebung

Danach fuhren wir weiter zu unserem Tagesziel an den Skutarisee, dem mit 368 km² größten See des Balkans. In Virpazar, rund 30 km südlich von Podgorica starten für die Besucher diverse Bootstouren über den See. Mit Merlin unternahm ich eine 2-stündige Tour. Unser Fahrer und Guide zeigte uns die schönsten Ecken und dabei immer wieder diverse Vögel (u.a. Reiher und Pelikane) die im Seegebiet heimisch sind. Durch den See verläuft die Staatsgrenze zwischen Montenegro und Albanien, wobei rund 60 % zu Montenegro gehören. 

Boote in Virpazar

Seerosen auf dem Skutarisee

Bootsfahrt auf dem Skutarisee

Mit 368 km² größter See des Balkans

Im Anschluss an die Bootstour verbrachten wir noch etwas Zeit vor Ort, bevor wir am Abend zurück nach Podgorica fuhren. Dort verbrachte ich noch den letzten meiner sechs Abende in Montenegro. Am nächsten Morgen nahm ich dann den nächsten Bus dieser Reise, nun über die Landesgrenze in die albanische Stadt Shkodra, namensgebende für den Skutarisee.